Vision von einer Bildungslandschaft für Jung und Alt soll in Herscheid Wirklichkeit werden

Bürger entwickeln Ideen zur Neugestaltung des Schulzentrums Rahlenberg

Abschluss im Stuhlkreis: Die Teilnehmer empfanden das Gesprächsklima als angenehm und sehr produktiv.

Herscheid. (obs) Aus dem Schulzentrum Rahlenberg soll ein Bildungszentrum werden, in dem Jung und Alt zusammen lernen können. Dies ist die Vision. Die Details werden in der Gemeinde Herscheid mit möglichst viel Bürgerbeteiligung erarbeitet.

Wie soll die Bildungslandschaft in Herscheid zukünftig aussehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich am heutigen Samstag rund 30 Bürgerinnen und Bürger. Über diese gute Beteiligung am Eltern-Workshop im Bürgersaal des Rathauses waren sich Fachbereichsleiterin Sabine Plate-Ernst und Bürgermeister Uwe Schmalenbach erfreut. Anhand von drei Fragestellungen wurden in kleinen Gruppen Ideen und Vorstellungen für das zukünftige Bildungszentrum gesammelt und diskutiert.

• Wie stellen Sie sich eine Bildungslandschaft vor?
• Welche Schwerpunkte sollen sich in der Bildungslandschaft 2034 wiederfinden?
• Welche Aspekte in Bezug auf die Planungs- und Entwicklungsphase für das Bildungszentrum Rahlenberg sind Ihnen wichtig?

Als Moderator fungierte wie schon beim Workshop der Lehrkräfte vor einigen Wochen Achim Körbitz von der Uni Bielefeld. Er setzte der Ideenfindung keine Grenzen. Die Einrichtung einer Jugendherberge, Kooperationen mit den heimischen Unternehmen, Räume für Veranstaltungen – die Vorschläge sprudelten. „Es zeichnet diese Runde aus, dass sie einen anderen Blickwinkel als zum Beispiel die Pädagogenrunde hat. Solche ergänzenden Angebote, wie sie heute vorgeschlagen werden, sind neue Ansätze“, hält Körbitz fest. Er regte an, noch eine Veranstaltung für die Kinder anzubieten, um sie ebenfalls in die Entwicklung des Bildungszentrums einzubinden.

Bürgermeister Schmalenbach fühlt sich und seine Verwaltung durch die Resonanz bestätigt. „Wir werden diesen Weg weitergehen. Natürlich müssen wir prüfen, was machbar ist, denn unser Budget ist begrenzt. Aber wir wissen, dass rund eine Million Euro nötig sei werden. Das ist für uns eine große Summe. Deshalb wollen wir möglichst viele Leute und viel Kompetenz mit ins Boot holen.“

Das weitere Vorgehen beschreibt Sabine Plate-Ernst: „Im Schulausschuss am 4. Mai werden die aus den Workshops entwickelten Leitideen vorgestellt. Am 22. Juni sollen erste Skizzen eines Architekten vorliegen. Wenn der entsprechende Beschluss gefasst wird, geht es an die Ausschreibung.“ Die Herscheider werden also die Ergebnisse ihres Engagements in Sachen Bildungszentrum zeitnah sehen und erleben können.

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